Wissenswertes über diese Tiere auf einem Blick

 

Art Afrikanischer Weißbauchigel
Wissenschaftlicher Name Atelerix albiventris
Ordnung Insektenfresser
Familie Igel (Erinaceidae)
Größe 16-25cm Kopf-Rumpf-Länge
Gewicht ca. 300 bis 600 Gramm
Durchschnittsalter ca. 4-6 Jahre
Heimat Mittel Afrika
Natürliches Verhalten Dämmerungs- und Nachtaktiv
   

 

Einige Unterschiede zu unseren einheimischen Igeln

 

-Der Weißbauchigel ist kleiner

-Sie laufen auf ihren Zehen und nicht auf den Sohlen wie unsere heimischen Igel

-Der Bauch sowie das Gesicht sind Weiß bzw. Hell gefärbt

-Sie haben ein dichteres und helleres Stachelkleid

 

 

 

Verhalten

 

Der Weißbauchigel ist kein Kuscheltier! Dennoch können diese Tiere sehr zutraulich und anhänglich werden. Der Weißbauchigel ist ein richtiges Charaktertier, bei dem man schon auf einige "merkwürdigen" Verhaltensweisen trifft. Darunter fällt z.B.

Das Einkugeln.....In der Natur kugelt sich der Igel bei Gefahr zusammen und stellt somit seine Stacheln zur Verteidigung auf. Auch bei der Haltung im Terrarium legen die Igel dieses Verhalten an den Tag. Manche Igel legen dieses Verhalten beim heraus nehmen aus dem Terrarium oder bei Anfassen nicht ab. Meisntens rollen sie sich aber dennoch nach kurzer Zeit wieder aus um zu schauen was los ist.

Das Nuffen.....auch dies ist ein natürliches Abwehrverhalten unserer Igel. Dies ist ein knurrender Laut, den die Igel meinst beim einrollen abgeben oder wenn ihnen etwas nicht passt.

Das Einspeicheln.....wenn Igel kontakt zu neuen Gegenständen, Futter oder auch Menschen haben wird dies erst einmal genau beschnuppert und eventuell angeschleckt oder angeknabbert. Danach speicheln sich die Igel ein. Dabei können sie sich extrem verrenken. Dies machen die Tiere weil sie Gerüche nicht über die Nase sonder über das sogenannte "Jacobsche Organ" aufnehmen und durch das verteilen des Geruches durch das Einspeicheln reinigen sie das Organ sozusagen wieder um neue Gerüche aufnehmen zu können.

Piepen.....Igel können Laute von sich geben. Dies machen Jungtiere sehr häufig. Auch bei Erwachsene Tieren kann man diese Laute vernehmen z.B. bei der Paarung.

 

Weißbauchigel sind in der Natur Einzelgänger. Dennoch können die Tiere in der Terrarienhaltung in Gruppen gehalten werden. Bei weiblichen Tieren ist dies in der Regel kein Problem. Es kommt dort nur selten zu Problemen bei der Vergesellschaftung. Auch Männchen können WG-tauglich sein, müssen es aber nicht. Es gibt viele Männchen die lieber alleine leben, andere wiederum tolerieren sich und einige führen ein harmonisches WG-Leben.

 

 

Haltung und Ernährung

 

Der Afrikanische Weißbauchigel wird in Amerika schon seit vielen Jahren als Heimtier gehalten. Seit einiger Zeit erfreuen auch wir uns an diesem netten Zeitgenossen.

Wenn man sich dazu entschlossen hat einen Weißbauchigel zu adoptieren, sollte man sich gründlich über die Bedürfnisse des Tieres informieren um ihm ein gutes Zuhause bieten zu können. Dabei muss man bedenken, dass Igel keine Kuscheltiere sind. Für Kinder sind diese Tiere daher ungeeignet. Sie sind Nachtaktiv, stehen oft nicht vor 22 Uhr auf und können je nach Charakter auch schon mal etwas störrisch sein.

Igel haben einen großen Bewegungsdrang. Zusätzlich zur Terrarienhaltung (Mindestmaße 150cmx60cmx60cm um so größer um so besser) sollte der Igel die Möglichkeit auf kontrollierten Freilauf haben. Es ist empfehlenswert den Igeln täglich Auslauf zu ermöglichen. Wir haben einen eigenen Raum in dem die Igel ihren Bewegungsdrang ausgibig nachgehen können. Den Freilauf kann man gestalten wie auch die Inneneinrichtung des Terrariums. Um so mehr interessante Sachen drin stehen, um so interessanter wird auch der Ausflug. Egal ob Korkröhren, Buddelkisten, Knistertunnel, Pappröhren oder auch Zewatücher alles wird genau begutachtet, beschnuppert und abgeschleckt. Der Auslauf kann z.B mit dem Terrarium verbunden werden, so dass die Igel selber entscheiden können wann und wie lange sie einen Ausflug machen. Dabei natürlich darauf achten, Männchen und Weibchen nicht zusammen im gleichen Auslauf laufen zu lassen!

Bei der Einrichtung eines Weißbauchigel Terrariums kann man auf viele verschiedensten Dinge zurück greifen:
 Eine Kleintiertoilette (da Igel Stubenrein werden können), ein Sandbad (mit Chinchilla-Sand), mehrere Versteckmöglichkeiten, Kleintierstreu als Hauptstreu, Stroh oder Baumwolleinstreu zum rein kuscheln, Korkröhren, Nagerspielzeug, Wassernapf oder Tränke sowie einen Fressnapf. Weiteres zum Terrarium unter dem Punkt "Die Terrarien".

 

Wenn man sich einen Igel anschaffen möchte, sollte man bedenken, dass der Igel auf lebend Nahrung angewiesen ist.

Der Igel gehört zu den Insektenfressern. Das bedeutet, dass der Igel neben der Hauptnahrung Katzentrockenfutter noch einige anderweitige Nahrung benötigt. Diese besteht aus Grillen, Heuschrecken, Heimchen, Mehlwürmern, Zophobas, Wachmotten oder auch Babymäusen. Mehlwürmer und Zophobas haben einen sehr hohen Fettanteil und sollten daher sparsam verfüttert werden um ein Übergewicht der Igel zu vermeiden. Zur Abwechslung zum Speiseplan kann man auch selber etwas kochen wie z.B. Hühnchen, Fisch oder mageres Rindfleisch.

Die richtige Wahl des Katzentrockenfutter ist sehr wichtig. Es sollte sich um ein hochwertiges Trockenfutter handeln welches man durch einen hohen Fleischanteil erkennen kann. Das gleiche gilt auch beim Nassfutter. Dies sollte allerdings nicht mehr als ein bis zweimal wöchentlich gegeben werden.

 

Tägliche Arbeiten im Terrarium: Es ist darauf zu achten, täglich das Wasser zu wechseln. Den Napf mit heissem Wasser ausspülen. Den Fressnapf säubern. Die Toilettenecke säubern. Wenn nötig im Terrarium eventuell abgesetzten Kot einsammeln sowie teile des Einstreus wechseln wenn die Igel hinein Uriniert haben, da dies sonst schnell anfängt zu riechen. Das komplette Einstreu wechsel ich einmal in der Woche.

 

 

Meine Terrarien

 

Hier möchte ich euch gerne meine Terrarien zeigen. Die Terrarien habe ich aus OSB gebaut. OSB Terrarien sind sehr gut geeignet für die Igelhaltung. Allerdings sollte man die Bodenplatte mit Epoxidharz oder Bootslack bearbeiten, damit das Holz nicht aufquillt, wenn der Igel kotet, uriniert oder mit dem Wassernapf eine Überschwemmung verursacht. Auf eine gute Belüftung muss dabei geachtet werden. Um eine ausreichende Luftzirkulation zu gewährleisten sollten an zwei Stellen (am optimalsten an den gegenüberliegenden Seiten) einige Lüftungslöcher angebracht werden.

Die Maße der Anlagen sind 150cm lang, 60cm tief und insgesamt 100cm höhe. Das Terrarium ist in drei Terrarien mit jeweils 33 cm Höhe unterteilt. Wir haben die Terrarium so gebaut, dass alle Etagen bei Bedarf mit Rampen miteinander verbunden werden können. Aktuell wohnen in der ersten Terrarienanlage die Jungs und in der Zweiten die Mädels. Somit habe ich genügend Platz für alle Tiere und kannn bei Bedarf einzelne Terrarien abtrennen.

 

Anlage der Jungs:

 

 

Anlage der Mädels:

 

 

Ein Igelterrarium sollte Tagsüber eine Temperatur von ca. 25 Grad haben. Dies erreicht man in der Regel mit einem geeigneten Keramikstrahler oder Infrarot Strahler der jeweils mit einem Thermostat gesteuert werden sollte. Wir haben in unseren Terrarien keine Strahler eingebaut, da wir die Anlage in einem beheitzen Terrarien Raum stehen haben in dem die Grundtemperatur 25 Grad Tagsüber und 21 Grad Nachts ist.

Als Einstreu kann normales Kleintierstreu genommen werden. Die Igel nutzen gerne Stroh oder Baumwollstreu um ihre Schlafplätze auszustatten. Es muss bei der Einrichtung auf genügend Versteckmöglichkeiten geachtet werden. Dies können Schlafhäuser für Kaninchen oder Merrschweinchen sein, Strohnester oder auch Kork sein. In einem Igelterrarium sollte auch eine Schüssel mit Badesand nicht fehlen. Die Igel lieben es dort zu baden und auch ihr Geschäft darin zu verrichten. Wir nutzen dafür Plastik Ecktoiletten mit Chinchilla Badesand. Des Weiteren muss immer frisches Wasser zur Verfügung stehen. Wir haben eine Schüssel für Wasser und eine Schüssel für Trockenfutter in den Terrarien stehen. Wenn wir den Igeln anderes Fressen anbieten (Grillen, Heimchen, Zophobas, Mehlwürmer, Maden oder Nassfutter) stellen wir ein weiteres seperates Schüsselchen rein.

Neben dem täglichen Auslauf ausserhalb des Terrariums kann man den Aufenthalt in den Terrarien auch interessanter gestalten, indem man regelmäßig die Innenausstattung wechselt und umräumt. Eine schöne Beschäftigung für die Tiere ist es auch, das Trockenfutter im ganzen Terrarium zu verteilen, damit sich die Tiere ihr Futter suchen müssen.

 

 

 


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